AGB

Stand: April 2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
  2. Vertragsgegenstand
  3. Zustandekommen des Vertrags
  4. Preise und Zahlungsmodalitäten
  5. Bereitstellung und Lieferung
  6. Nutzungsrechte und Lizenzbedingungen
  7. Widerrufsrecht
  8. Pflichten und Mitwirkung des Kunden
  9. Gewährleistung und Mängelhaftung
  10. Haftungsbegrenzung
  11. Datenschutz
  12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
  13. Außergerichtliche Streitbeilegung
  14. Schlussbestimmungen

1. Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

1.1 Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) regeln sämtliche Vertragsbeziehungen zwischen Popp Digital Commerce (im Folgenden „Anbieter“) und den Kunden (im Folgenden „Kunde“), die über den Online-Shop unter www.softwaretop.de Verträge über die Bereitstellung von Software-Produkten, Lizenzschlüsseln und zugehörigen digitalen Inhalten abschließen. Die vollständigen Kontakt- und Identifikationsangaben des Anbieters finden sich im Impressum.

1.2 Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern als auch gegenüber Unternehmern, sofern nicht in einzelnen Bestimmungen eine abweichende Regelung getroffen wird.

1.3 Ein Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

1.4 Ein Unternehmer im Sinne dieser AGB ist jede natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

1.5 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.


2. Vertragsgegenstand

2.1 Gegenstand der über den Online-Shop des Anbieters geschlossenen Verträge ist die Bereitstellung von Software in digitaler Form sowie die Übermittlung von Lizenzschlüsseln zur Aktivierung und Nutzung der jeweiligen Software-Produkte.

2.2 Der Kunde erhält mit dem Erwerb eines Produkts das Recht, die jeweilige Software im vertraglich vereinbarten Umfang zu nutzen. Ein Eigentumsrecht am Quellcode der Software oder an geistigem Eigentum des jeweiligen Herstellers wird nicht übertragen.

2.3 Die Installation der Software ist nicht Bestandteil der vertraglichen Leistung. Der Anbieter stellt dem Kunden jedoch nach Möglichkeit Installationshinweise und Anleitungen zur Verfügung. Die Einrichtung einer geeigneten Hard- und Softwareumgebung obliegt dem Kunden.

2.4 Ein individueller technischer Support über die in der Produktbeschreibung genannten Leistungen hinaus ist nicht geschuldet, sofern nichts Abweichendes vereinbart wurde. Der Anbieter bietet jedoch freiwillig einen Kundenservice zur Unterstützung bei Installations- und Aktivierungsfragen an.


3. Zustandekommen des Vertrags

3.1 Die Darstellung der Software-Produkte im Online-Shop des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Kaufangebot abzugeben.

3.2 Der Kunde gibt ein verbindliches Vertragsangebot ab, indem er die gewünschten Produkte in den Warenkorb legt, den Bestellvorgang durchläuft und durch Betätigen der Bestellschaltfläche die Bestellung absendet. Alternativ kann der Kunde ein Angebot per E-Mail, telefonisch oder postalisch abgeben.

3.3 Der Anbieter kann das Angebot des Kunden innerhalb von fünf Werktagen annehmen, und zwar durch:

  • Übersendung einer ausdrücklichen Auftragsbestätigung in Textform (z. B. per E-Mail),
  • Bereitstellung der bestellten Software bzw. des Lizenzschlüssels, oder
  • Aufforderung zur Zahlung nach Eingang der Bestellung.

Sofern mehrere dieser Annahmemöglichkeiten vorliegen, kommt der Vertrag zu dem Zeitpunkt zustande, in dem die erste dieser Handlungen erfolgt. Nimmt der Anbieter das Angebot nicht innerhalb der genannten Frist an, gilt das Angebot als abgelehnt.

3.4 Bei der Auswahl einer von einem externen Zahlungsdienstleister angebotenen Zahlungsart (z. B. PayPal, Klarna, Amazon Pay) erfolgt die Annahme des Angebots bereits in dem Moment, in dem der Kunde den Bestellvorgang durch Betätigen der jeweiligen Zahlungsschaltfläche abschließt.

3.5 Der Vertragstext wird nach Abschluss der Bestellung vom Anbieter gespeichert und dem Kunden zusammen mit der Auftragsbestätigung in Textform (E-Mail) übermittelt. Sofern der Kunde ein Kundenkonto eingerichtet hat, kann er seine Bestelldaten dort jederzeit einsehen.

3.6 Vor dem endgültigen Absenden der Bestellung hat der Kunde die Möglichkeit, sämtliche Eingaben zu überprüfen, zu korrigieren oder den Bestellvorgang abzubrechen. Für den Vertragsschluss steht die deutsche Sprache zur Verfügung.

3.7 Die Bestellabwicklung und Kommunikation erfolgen in der Regel per E-Mail. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm angegebene E-Mail-Adresse korrekt ist und eingehende Nachrichten des Anbieters empfangen werden können. Insbesondere sind etwaige Spam-Filter entsprechend zu konfigurieren.


4. Preise und Zahlungsmodalitäten

4.1 Alle im Online-Shop angegebenen Preise sind Endpreise und enthalten die gesetzliche deutsche Umsatzsteuer. Etwaige zusätzliche Liefer- oder Versandkosten werden gesondert in der jeweiligen Produktbeschreibung sowie im Bestellvorgang ausgewiesen.

4.2 Bei Zahlungen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union können zusätzliche Kosten entstehen (z. B. Wechselkursgebühren oder Überweisungsgebühren seitens des Kreditinstituts des Kunden), die nicht vom Anbieter zu vertreten sind.

4.3 Die jeweils verfügbaren Zahlungsarten werden dem Kunden im Online-Shop und im Bestellvorgang angezeigt. Hierzu können unter anderem gehören: Kreditkarte, PayPal, Klarna, Amazon Pay, Sofortüberweisung, Vorkasse per Banküberweisung sowie Kauf auf Rechnung (ausschließlich für registrierte Geschäftskunden).

4.4 Bei Auswahl der Zahlungsart „Vorkasse“ ist die Zahlung unmittelbar nach Vertragsschluss fällig, sofern kein abweichender Fälligkeitstermin vereinbart wurde.

4.5 Bei Kauf auf Rechnung für Geschäftskunden beträgt das Zahlungsziel vierzehn Tage ab Rechnungsdatum, sofern nicht abweichend vereinbart.


5. Bereitstellung und Lieferung

5.1 Die vom Kunden bestellten Software-Produkte und Lizenzschlüssel werden ausschließlich in digitaler Form bereitgestellt. Die Bereitstellung erfolgt per E-Mail an die vom Kunden im Bestellvorgang angegebene E-Mail-Adresse.

5.2 Der Anbieter stellt dem Kunden in der Regel einen Lizenzschlüssel (Produktschlüssel) sowie einen Download-Link für die Software-Installationsdatei zur Verfügung. Die Bereitstellung erfolgt nach Zahlungseingang innerhalb der auf der Website angegebenen Geschäftszeiten, in vielen Fällen bereits wenige Minuten nach Eingang der Zahlung.

5.3 Maßgeblich für die Einhaltung etwaiger Lieferfristen ist der Zeitpunkt, zu dem die Software bzw. der Lizenzschlüssel dem Kunden per E-Mail übermittelt wurde.

5.4 Sofern der Kunde zusätzlich einen physischen Datenträger bestellt hat, erfolgt der Versand per DHL Paket. Die Versandkosten betragen innerhalb Deutschlands 4,90 € und innerhalb der Europäischen Union 14,90 €.


6. Nutzungsrechte und Lizenzbedingungen

6.1 Mit der Bereitstellung des Lizenzschlüssels erhält der Kunde das Recht, die jeweilige Software im Rahmen der vom Hersteller definierten Lizenzbedingungen zu nutzen. Art und Umfang der eingeräumten Nutzungsrechte (z. B. Anzahl der Geräte, Laufzeit) ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung im Online-Shop.

6.2 Für Inhalt und Umfang der Software-Lizenz gelten vorrangig die Lizenzbestimmungen des jeweiligen Software-Herstellers (z. B. Microsoft), auf die der Anbieter in der Produktbeschreibung verweist.

6.3 Der Weiterverkauf von ordnungsgemäß erworbenen Software-Lizenzen ist nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Urteil vom 03.07.2012, C‑128/11 – UsedSoft/Oracle) grundsätzlich zulässig. Die vom Anbieter vertriebenen Lizenzen entsprechen den Anforderungen dieser Rechtsprechung.

6.4 Eine Unterlizenzierung, Vermietung oder sonstige Weitergabe der Nutzungsrechte durch den Kunden an Dritte ist nur zulässig, soweit dies die Lizenzbedingungen des jeweiligen Herstellers ausdrücklich gestatten.


7. Widerrufsrecht

7.1 Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die ausführliche Widerrufsbelehrung sowie das Muster-Widerrufsformular finden Sie auf unserer Seite Widerrufsrecht & Widerrufsformular.

7.2 Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags (Bereitstellung digitaler Inhalte) begonnen hat, nachdem der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass die Vertragsausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Kunde seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert.

7.3 Das Widerrufsrecht erlischt ferner bei Verträgen zur Lieferung von Software in versiegelter Verpackung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde, sowie wenn ein Produktschlüssel bereits zur Aktivierung eingelöst wurde. Eine einmal erfolgte Aktivierung kann technisch nicht rückgängig gemacht werden.

7.4 Für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.


8. Pflichten und Mitwirkung des Kunden

8.1 Der Kunde ist verpflichtet, sich vor dem Kauf über die wesentlichen Eigenschaften und Systemvoraussetzungen der gewünschten Software zu informieren. Er trägt das Risiko, ob die Software seinen individuellen Anforderungen und Erwartungen entspricht.

8.2 Die Bereitstellung einer funktionsfähigen und ausreichend dimensionierten Hard- und Softwareumgebung liegt in der alleinigen Verantwortung des Kunden. Der Kunde hat die vom Anbieter oder Hersteller veröffentlichten Installationshinweise zu beachten.

8.3 Es wird empfohlen, vor der Installation neuer Software eine vollständige Sicherung aller vorhandenen Daten durchzuführen. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, die durch unsachgemäße Installation oder fehlende Datensicherung entstehen.

8.4 Der Kunde hat die Zugangsdaten zu seinem Kundenkonto vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben.


9. Gewährleistung und Mängelhaftung

9.1 Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen zur Mängelhaftung, sofern in den folgenden Absätzen nichts Abweichendes geregelt ist.

9.2 Gegenüber Unternehmern gilt Folgendes abweichend:

  • Der Anbieter hat die Wahl der Art der Nacherfüllung.
  • Bei neuer Software beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Bereitstellung.
  • Bei gebrauchter Software (Gebrauchtlizenzen) sind Rechte und Ansprüche wegen Mängeln ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
  • Die Verjährung beginnt nicht erneut, wenn im Rahmen der Nacherfüllung eine Ersatzlieferung erfolgt.

9.3 Die vorstehenden Einschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus Schadensersatz oder Aufwendungsersatz, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie für eine etwaige Pflicht des Anbieters zur Bereitstellung von Aktualisierungen gemäß § 327f BGB.

9.4 Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des § 1 HGB, so treffen ihn die handelsrechtlichen Untersuchungs- und Rügepflichten gemäß § 377 HGB. Werden erkennbare Mängel nicht unverzüglich angezeigt, gilt die Software als genehmigt.


10. Haftungsbegrenzung

10.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, aufgrund von Garantieversprechen (soweit vereinbart) sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

10.2 Bei fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sogenannte Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

10.3 Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

10.4 Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten entsprechend für Erfüllungsgehilfen und gesetzliche Vertreter des Anbieters.


11. Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Einzelheiten zur Datenverarbeitung entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.


12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

12.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch keine zwingenden gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften des Staates eingeschränkt werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

12.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen mit Sitz in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis Braunschweig. Hat der Kunde seinen Sitz außerhalb Deutschlands und handelt es sich um eine gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit, gilt ebenfalls Braunschweig als Gerichtsstand. Dem Anbieter steht es in diesen Fällen frei, auch das Gericht am Sitz des Kunden anzurufen.


13. Außergerichtliche Streitbeilegung

13.1 Die Europäische Kommission stellt unter folgendem Link eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Diese Plattform dient als Anlaufstelle für die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten aus Online-Kauf- oder Dienstleistungsverträgen mit Verbraucherbeteiligung.

13.2 Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.


14. Schlussbestimmungen

14.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

14.2 Der Anbieter unterliegt keinem besonderen Verhaltenskodex.

14.3 Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies aufgrund geänderter Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung oder veränderter Marktbedingungen erforderlich ist. Der Kunde wird über Änderungen rechtzeitig informiert.